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F ö r d e r v e r e i n N a t u r p a r k
"Baruther Urstromtal" e.V.
Der Verein:

Der 1994 gegründete Förderverein Naturpark "Baruther Urstromtal" beabsichtigt einen "Naturpark Baruther-Urstromtal" zu installieren. Mit der Entwicklung der Region im Sinne eines Naturparks sollen dauerhaft Naturschutzziele mit umwelt- und naturverträglicher Landnutzung und Erholungsangeboten verbunden werden. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Akteuren im Naturpark die harmonische Kulturlandschaft sozial- und umweltverträglich zu entwickeln und in der Verbindung von Schutz und Nutzung auch die regionale Wirtschaft zu stärken.

Durch die Konzentration auf die regionalen Besonderheiten und Traditionen sowie die damit verbundenen Chancen soll die Identifikation mit der Region erhöht und die touristische Entwicklung gefördert werden.

Der geplante Naturpark "Baruther Urstromtal" repräsentiert die Großlandschaft der mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen und schließt im Süden an die Großlandschaft Fläming an. Seine landschaftlichen Haupteinheiten sind die Luckenwalder Heide, das Baruther Tal und das Nördliche Fläming-Waldhügelland.

Geplante Größe: 588,4 km⊃2; (ca. 59.000 ha)

Der Förderverein setzt sich aus Landwirtschaftsbetrieben, Forstvertretern, Naturschützern, Behördenvertretern und interessierten Privatpersonen zusammen. Das Vereinslogo zeigt den Fischotter. Dieser soll auch das "Wappentier" des geplanten Naturparks "Baruther Urstromtal" sein.

Der Verein ist beim Amtsgericht Zossen im Vereinsregister Nr.: 388 registriert.

Der Vorstand:
Vorsitzender: Carsten Preuß
Stellvertreter: Gert-Hagen Tetzner
Schatzmeister: Ina Hänsel

Der Verein hat über 30 Mitgliederc/o Carsten Preuß
Johnepark 34 • 15806 ZossenTel.: (03377) 30 34 39
E-Mail: Preuss.Carsten@t-online.de Internet:www.Baruther-Urstromtal.de


Das Weinbergprojekt:

Der Weinbau in Zesch wurde 1595 erstmals erwähnt. Der Zescher Weinberg, ca. 500 m südlich der Ortslage befindlich, war der westlichste Ausläufer des Weinbaugebietes um Teupitz. Nach einer zeitgenössischen Karte umfasste der Weinberg damals 12 ha. Der Weinbau hielt sich trotz ständig verringernder Fläche bis nach dem Ende des 2. Weltkrieges. 1954 waren jedoch nur noch einige Ranken an Kiefern geblieben. Mit dem Projekt zur Reaktivierung des Weinbergs in Zesch wird eine Rebfläche von 3.000 m² mit zunächst zwei Rebsorten angelegt.

Hinsichtlich der Lage der Rebfläche ist eine südexponierte Hanglage am 92,6 m hohen Weinberg in Zesch vorgesehen. Die Oberförsterei Zesch befürwortet die behördlich notwendige Waldumwandlung. Der Grundstückseigentümer, die Hatzfeldt-Wildenburg´sche Verwaltung, stimmt dem Projekt zu.

Der Vertrieb der Weine wird vornehmlich in der Region erfolgen. Auf dem Weinberg sollen Hinweistafeln über den Weinbau und über die Geschichte des Weinbaus in Zesch informieren. Der Weinberg wird in den vorhandenen Wanderweg rund um den Zescher Weinberg eingebunden. Zudem werden Sitzmöglichkeiten auf dem Weinberg geschaffen.

Durch die Förderung des Weinbaus wird ein neuer Marktbereich in der Region erschlossen, mit dem auch neue Kunden im Bereich des Tourismus und im Bereich der Gastronomie geworben werden. Durch die Präsentation als Weinanbaugebiet kann sich die Stadt Zossen in der Reiseregion Fläming deutlich von anderen Regionen im Wettbewerb abheben.

Das jährliche Weinfest der Stadt Zossen erhält mit dem Weinberg im eigenen Stadtgebiet eine neue Qualität. Die Restaurants in der Umgebung können mit dem Verkauf des Weines eine regionale Besonderheit präsentieren.

Zudem wird die Entwicklung des Zossener Ortsteiles Zesch gefördert.

Es werden Arbeitsplätze im Bereich Gastronomie gesichert bzw. neue Erwerbsquellen im Bereich Gastronomie und im Garten- /Landschaftsbau geschaffen. Soweit Technikeinsatz erforderlich ist (Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz) soll ein Unternehmen aus der Region dauerhaft gebunden werden, das für diese Aufgabe Mitarbeiter qualifiziert und in entsprechende Technik investiert.

Stand der Arbeiten

Der Förderverein Naturpark „Baruther Urstromtal“ e. V. plant die Reaktivierung des Weinbergs in Zesch. Die Planungen hierfür laufen schon seit einiger Zeit. Kernproblem waren bislang die Pflanzrechte so Carsten Preuß, Vorsitzender des Fördervereins. Das Land Brandenburg konnte keine Pflanzrechte mehr verteilen, da das Kontingent ausgeschöpft war. Nun haben sich die Länder jedoch darauf geeinigt, dass Brandenburg 10 ha neue Pflanzrechte erhält. Der Antrag auf Erteilung der Pflanzrechte für den Zescher Weinberg liegt bereits bim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz. Carsten Preuß ist zuversichtlich nun die Pflanzrechte zu erhalten. Die Kontakte zum Ministerium seien bisher sehr positiv verlaufen. Der Ministeriumsvertreter bestätigte bei einer Ortsbesichtigung auch die außergewöhnlich gute Lage des Zescher Weinbergs. Derzeit verhandelt der Förderverein mit dem Eigentümer, der Hatzfeldt-Wildenburg`schen Verwaltung, über die Nutzung des Geländes. Auch zum Eigentümer der Fläche bestehen gute Kontakte so Preuß.

Die Rebfläche soll am Südhang des Zescher Weinbergs entstehen. Zunächst sollen eine Weißwein- und eine Rotweinsorte auf einer Fläche von 3.000 m² angebaut werden. Mitstreiter für das Projekt sind herzlich willkommen. Hinweistafeln werden über den Weinbau und über die Geschichte des Zescher Weinbergs informieren. Bisher galt für Weinliebhaber: Am 51. Breitengrad beginnt das Polargebiet. Weine dort haben zuwenig Öchsle, zuviel Säure und seien daher ungenießbar. Carsten Preuß lässt sich davon nicht abschrecken. Auf Grund der veränderten klimatischen Bedingungen verbessern sich für Brandenburg die Voraussetzungen zur Erzeugung von Qualitätsweinen. Der Weinberg in Werder/Havel beweist das seit vielen Jahren.

Der Weinbau in Zesch wurde 1595 erstmals erwähnt. Der Zescher Weinberg, ca. 500 m südlich der Ortslage gelegen, war der westlichste Ausläufer des Weinbaugebietes um Teupitz. Nach einer zeitgenössischen Karte umfasste der Weinberg damals etwa 12 ha. Trotz ständiger Verkleinerung der Rebflächen hielt sich der Weinbau bis nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Von der Weinbautradition zeugen noch heute einige Ranken, die an Kiefern geblieben sind.

Der Weinbau in der Mark Brandenburg nahm im 12. Jh. seinen Anfang. Albrecht der Bär brachte während der Kolonisation der ostelbischen Gebiete Einwanderer aus Franken und dem Rheinland mit, die den Weinbau einführten. Vor allem im 14. bis 16. Jh. war der Weinbau in der Mark sehr bedeutend. 1782 gab es in der Mark Brandenburg noch 553 ha Weinberge. Die Verschlechterung der klimatischen Bedingungen, die Förderung der Bierbrauerei sowie bessere Transportmöglichkeiten führten im 19. Jh. zum Niedergang der Weinwirtschaft in Brandenburg.

Carsten Preuß
Vorsitzender
17.9.2008