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1999 fasste die Stadtveordnetenversammlung (SVV) der Stadt Teltow den folgenden Grundsatzbeschluss zur Unterstützung des Prozesses zur "Lokalen Agenda 21 der Stadt Teltow":
„Die Stadt Teltow verpflichtet sich auf der Grundlage des auf dem Umweltgipfeltreffen 1992 in Rio de Janeiro beschlossenen Aktionsprogrammes „Agenda 21“, den Prozess der „Lokalen Agenda 21 der Stadt Teltow“ zu unterstützen.

Die „Lokale Agenda 21 der Stadt Teltow“ ist das langfristige Aktionsprogramm für eine zukunftsbeständige Entwicklung der Stadt Teltow. Das Leitbild ist die nachhaltige kommunale Entwicklung. Es ist eine Entwicklung, die sich an den Grundbedürfnissen der Bürger (z. B. Wohnen, Arbeit) orientiert, ohne die natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden.
Zukünftige Entscheidungen der Stadt Teltow sollen sich in allen Lebens-, Politik-, Verwaltungs- und Wirtschaftsbereichen Teltows an den Erfordernissen sozialer Verteilungsgerechtigkeit und Gleichberechtigung, den Bedingungen für die ökologische Tragfähigkeit, allen Konsequenzen der Zukunftssicherung und Ressourcenschonung sowie an den real bestehenden ökonomischen Möglichkeiten orientieren.“

In den Jahren 1999 bis 2001 erarbeiteten die Arbeitsgruppen „Rad- und Wanderwege“, „Kanalaue/Grünausgleich“, „CityBus“, „Spielplätze“ und „S-Bahnhof“ die Konzeption inklusive der Themenkarten. Sie stellt eine Entwicklungs- und Leitlinie für politische Entscheidungen und einen Rahmen für partielles Handeln dar und ist eine Arbeitsgrundlage für vorbereitende Pläne und für konkretisierende Planungen.
Die Konzeption zur „Lokalen Agenda 21 der Stadt Teltow“ wurde 2002 als informelle Planung von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt.

In den nachfolgenden Jahren wuchs die Zahl der an diesem Prozess beteiligten Bürger stetig an, ebenso die Zahl der Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichsten Problemen stellten.

2004 wurde in einem „Agenda-Workshop“ Leitlinien für eine Zusammenarbeit von Verwaltung, Stadtverordneten und Agenda erarbeitet.

2005 zeigte die 5wöchige Ausstellung „Lokale Agenda 21 – Nachhaltige Entwicklung der Stadt Teltow“ im Bürgerhaus Teltow der Öffentlichkeit die bisher geleistete Arbeit.

Z. Z. arbeiten über 100 Bürger an unterschiedlichsten Projekten in 16 Arbeitsgruppen:

In den Arbeitsgruppen werden Vorschläge zu Projekten erarbeitet, die von der Verwaltung geprüft und gegebenenfalls von den Stadtverordneten beschlossen werden, um dann von der Stadtverwaltung umgesetzt werden zu können. Dieses Verfahren hat sich als sehr effektiv erwiesen.

Im Plenum, moderiert von der Stadtverwaltung Teltow treffen sich Vertreter aller Arbeitsgruppen, Fraktionsvertreter, der Bürgermeister der Stadt Teltow, Gäste aus den Nachbarkommunen und gegebenenfalls beauftragte Büros. Ziel ist die Koordination der Projekte und die Sicherung der Finanzierung sowie die Abstimmung der Außendarstellung und der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Stadt Teltow erhielt bisher acht Agenda-21-Preise vom Landkreis Potsdam-Mittelmark für:

2005 konnte die 2. Bürgersolaranlage im Kreis Potsdam/Mittelmark auf dem Dach der Bruno H. Bürgel Oberschule ans Netz gehen.

Die AG Gesunde Kinderkost beteiligte sich 2005 an dem vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ausgeschriebenen Wettbewerb „Besser essen. Mehr bewegen“ mit einem Modellvorhaben zur Prävention von Übergewicht bei Kindern, der Begegnungsstätte für gesunde Ernährung und Bewegung „Teltower Rübchen“.

2006 konnte die AG Landschaftsschutz mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Brandenburg einen Artenschutzweg auf dem Gelände des Diakonissenhauses in Teltow errichten.